18. - 20.09.2026

18. - 20.09.2026

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Veränderte Streckenführungen möglich

Der Firmenlauf (hier ein Foto aus dem Vorjahr) und andere Wettbewerbe können voraussichtlich in diesem Jahr nicht wie üblich durch die Karlsaue geführt werden.
Foto: Lisa Hollstein

 

Die Lage um den Eichenprozessionsspinner in der Kasseler Karlsaue hat sich zugespitzt. Alle 3.000 Eichen sind nach jetzigem Stand befallen. Die Karlsaue ist zwar nicht komplett abgesperrt, Schilder weisen jedoch auf das Betreten auf eigene Gefahr hin, um sich nicht eventueller gesundheitlicher Gefährdung auszusetzen. Für Passanten können die umherfliegenden Brennhaare des Eichenprozessionsspinners unter gewissen Umständen zum Beispiel zu Juckreiz, Ausschlag oder Atemnot führen.Mit Hochdruck arbeiten spezialisierte Baumpflegefirmen daran, die Nester zu bekämpfen. Bis dies bei allen Bäumen geschehen ist, kann aber noch eine Zeit vergehen.

Vor diesem Hintergrund hat es in den vergangenen Wochen mehrere Gespräche zwischen Hessen Kassel Heritage (HKH) und dem Kassel Marathon gegeben, um die Durchführung von Kassels größter Sportveranstaltung vom 18. bis 20. September mit geschätzt wieder über 15.000 Teilnehmenden zu gewährleisten.
Betroffen von der aktuellen Situation wären vor allem der Marathon, die Marathon-Staffel, der Kassel Marathon Firmenlauf, der Sparkassen Mini-Marathon und der Sparkassen Mini-Halbmarathon sowie Walking, die in ihrer ursprünglichen Streckenführung auch durch Teilbereiche der Karlsaue gehen.

„Nach derzeitigem Stand der Dinge müssen wir leider davon ausgehen, dass wir bei diesen Wettbewerben die Strecke verändern müssen“, erklärt Michael Aufenanger, Veranstalter und Organisationsleiter des Kassel Marathon, „wir haben einen konstruktiven und offenen Austausch mit HKH und können verstehen, dass unsere Teilnehmenden nicht potenzieller Gesundheitsgefährdung ausgesetzt werden sollen, die unserer Meinung nach allerdings als sehr gering einzuschätzen ist. Dennoch können und wollen wir als Veranstalter kein Risiko eingehen.“

Für die einzelnen Strecken-Abschnitte der betroffenen Disziplinen werden deshalb zurzeit in Absprache mit HKH verschiedene Optionen und Alternativen geprüft, darunter auch, ob zumindest für Teilbereiche der Karlsaue, die die Strecken tangieren, die notwendigen Baumpflegemaßnahmen vorgezogen werden können.

„Der Kassel Marathon insgesamt ist nicht gefährdet, Halbmarathon und Power-Walking Halbmarathon können auf gewohntem Kurs stattfinden“, betont Michael Aufenanger.
In den nächsten Tagen werden weitere Gespräche stattfinden, um für alle vertretbare Lösungen zu gestalten. Über den aktuellen Stand der Streckenführungen wird dann informiert.

„Wir hoffen natürlich sehr, dass sich die Lage in den nächsten Tagen entspannt und wir unsere Wettbewerbe mit möglichst wenig Einschränkungen durchführen können, bitten aber schon jetzt um Verständnis, wenn es aus gegebenem Anlass zu Veränderungen kommen kann“, so Aufenanger.